Sara Menzel-Berger

September 11, 2022

Ich bin seit vielen Jahren mit Kursbereichen und Mitgliederbereichen unterwegs und es macht mir eine Menge Spaß. Zusätzlich haben Mitgliederbereiche einfach sehr viele Vorteile:
  • Man hat ein Zuhause, wo man seine Kurse darstellen kann
  • Es gibt eine Nutzerverwaltung damit sich Kund*innen einloggen können genau zu den Kursen, die sie gebucht haben
  • Es ist eine Skalierung des Geschäftsmodells möglich
  • Ich kann mein Wissen in Videos, PDFs, Checklisten, Guides und Schritt-für-Schritt-Anleitungen "umwandeln" und es so zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung stellen
  • Ich kann Ideen sammeln und Kurse direkt im System vorbereiten - also ich habe einen Platz, wo ich als Scannerin einfach meine Notizen sammeln und gleich strukturieren kann

Das sind nur einige Vorteile, es gibt natürlich noch viele mehr! In diesem Blogartikel erfährst du, welche technischen Komponenten und Tools ich für meine derzeitigen Mitglieder- und Kursbereiche verwende und welche Anforderungen mir wichtig sind.

Dieser Blogbeitrag entstand im Rahmen der Blogparade von Beatrice Krammer.

Welche Technik bzw. welche Tools verwende ich für meine Mitgliederbereiche?

Du wirst dich jetzt vielleicht wundern, aber ja, ich habe mehrere Mitgliederbereiche. Denn ich habe eine Trennung zwischen Einzelkursen, meiner Membership - dem Technikelfen-Tribe - und meiner Ausbildung für die Technikelfen-VAs. Weiters gibt es noch meine Fly-High-Plattform, die meine Strategiewoche "Mache deine Webeite zur besten Mitarbeiter*in" enthält.

Alle diese Plattformen haben verschiedenste Anforderungen und deshalb laufen sie auch mit verschiedensten Tools. Was sie aber alle gemeinsam haben ist, dass sie auf Basis von WordPress gestaltet sind.

Die Anfänge

In meinem ersten Business hatte ich zuerst eine Seite, die passwörtgeschützt war. Da ich dann aber schnell zwischen 50 und 100 Anmeldungen pro Woche für meine verschiedenen Freebies hatte, wurden diese passwortgeschützten Seiten sehr verwirrend und immer wieder konnten Leute das Passwort nicht korrekt eintragen, weil sie es mit anderen passwortgeschützten Seiten verwechselten. Deshalb brauchte ich eine andere Form den Angebots.

Daraufhin habe ich einen Mitgliederbereich mit Digimember* entwickelt. Es war mir von Anfang an wichtig, dass ich von externen Plattformen unabhängig bin und so viele Mitglieder haben konnte wie ich wollte. Das war auch eine sehr schlaue Entscheidung, da ich hier am Schluss über 7.000 Mitglieder bediente.

Der Vorteil an Digimember war für mich, dass es anfangs kostenlos war und das Plugin komplett auf Deutsch ist. Das erleichterte mir damals die Bedienung

Warum es diesen Mitgliederbereich aber mittlerweile nicht mehr gibt, kannst du im Podcast von Janneke nachhören. In der Folge "Neustart: von der 7.000 Mitglieder-Membership zum Herzensbusiness" gebe ich Einblicke in die Hintergründe.

Der Wechsel auf Thrive

Als ich dann mein Kreativ-Membership auf Digistore24 geschlossen und mich ganz auf die Technikelfe konzentriert habe, kam auch der gesamte Wechsel zur Thrive Suite. Für mich hat Thrive einfach alles was ich brauche.

Denn was mir bei der Lösung mit Digimember immer gefehlt hat war ein Learn Management System (LMS). Also, dass ich meine Kurse in Module, Kapitel und Lektionen unterteilen konnte. Diese Struktur musste ich bei Digimember mühsam mit WordPress und Eltern-Kind-Seiten erstellen. Weiters gab es keine automatisieren "Weiter zur nächsten Lektion"-Buttons. Und händisches Verlinken der einzelnen Lektionen war zeitaufwändig und fehleranfällig.

Als nächsten Schritt probierte ich also Thrive Apprentice aus. Thrive Apprentice war damals noch überhaupt kein Membership-Plugin und auch nicht mit Digimember vergleichbar. Es fehlten viele Funktionen und man musste sehr viele Workarounds machen, damit es so klappte, wie ich es mir vorstellte. Aber die Basisfunktionen, die ich brauchte. brachte es damals mit. Und so blieb ich dabei. Nach und nach entwickelte sich Thrive Apprentice soweit, dass man es vollumfänglich als Membership-Plugin nutzen kann und direkt auch alle Vorteile eines Learn Management-Systems (LMS) genießen kann.

Die Plattform für meine Einzelkurse

Bei der Einzelkurs-Plattform habe ich mich für Thrive Apprentice und Wishlist Member enschieden. Das kommt vor allem daher, weil es meine erste Plattform war und sie damals die Anforderung hatte, dass sie mit meinem Pay-What-You-Want-Abrechnungs-System kompatibel sein musste. Mittlerweile habe ich dieses Abrechnungs-System nicht mehr, dafür aber neben Digistor24 auch CopeCart als Zahlungsanbieter.

Wishlis Member ist mittlerweile nicht mehr notwendig, da Thrive Apprentice sich sehr weiterentwickelt hat. Ich lasse das Plugin trotzdem aktiv, weil ich eine Lifetime-Lizenz habe und das System für mich einwandfrei läuft.

Der Technikelfen-Tribe

Bei meiner Membership-Plattform des Technikelfen-Tribes habe ich ein ähnliches Setup wie bei meiner Plattform für die Einzelkurse. Es läuft auch auf Thrive Apprentice* und Wishlist Member*. Diese Plattform ist aber nur mit Digistore24 verbunden und hat zusätzlich noch BuddyBoss als Plugin dazugeschaltet, weil ich hier im Notfall unabhängig sein will von Facebook. BuddyBoss bietet mir hier also Foren, Gruppen und Direct Messaging. Sollte Facebook sich also in Zukunft noch doofer anstellen, habe ich hier sofort die Möglichkeit alle Mitglieder auf meine eigene Plattform zu holen und direkt mit allen Gruppenfunktionen weiterzumachen.

Die Technikelfen-VA-Plattform

Bei meiner VA-Plattform habe ich ausschließlich Thrive Apprentice und BuddyBoss laufen, da ich hier weder externe Zahlungsanbieter brauche noch irgendwelche Freebie-Automatisierungen. Das ist also die Plattform, die die wenigsten spezielle Anforderungen hat. Alle Mitglieder werden von mir händisch freigeschaltet und den jeweiligen Inhalten zugeordnet.

Aber auch hier habe mir gleich BuddyBoss installiert, da der Austausch direkt in einer FB-Gruppe stattfindet. Das ist ein Herzstück der Ausbildung und deshalb habe ich mir hier gleich eine Ausweichmöglichkeit geschaffen, falls FB nicht mehr funktionieren sollte oder der Algorithmus sich noch stärker ändert und gar keine Markierungen oder Beiträge mehr ausspielen sollte.

Die Fly-High-Plattform

Die Fly-High-Plattform beinhaltet BuddyBoss, sowie Thrive Apprentice und Thrive Automator*. Im Gegensatz zu den anderen Plattformen läuft hier BuddyBoss direkt als Theme und gestaltet mir somit auch die Design-Grundlage der Plattform.

Die Haupteigenschaft, die ich auf dieser Plattform brauch ist, dass alle Menschen, die sich für meine kostenlosen Angebote eintragen, direkt auf der Plattform freigeschaltet werden. Deshalb habe ich hier zusätzlich noch den Thrive Automator laufen. Diesen kann ich mit meinem Newsletter-Tool ActiveCampaign verküpfen.

Somit müssen meine Abonnent*innen vorher das Double-Opt-In belegen und erst dann bekommen sie die Möglichkeit auf die Inhalte der Plattform zuzugreifen. Diese Plattform hat die meisten Automatisierungen und auch die Gruppen-Funktion wird hier aktiv genutzt werden. Denn bei meinen kostenlosen Angeboten möchte ich eine möglichst hohe Anzahl an Menschen erreichen. Dazu ist mir FB mittlerweile einfach zu wenig effektiv.

Wie entscheide ich, welche Tools für die Mitglieder- und Kursbereiche von mir und meinen Kund*innen geeignet sind?

Ich betreibe nicht nur eigene Kursplattformen, sondern berate auch Kund*innen, wenn sie eine Mitgliederbereichsplattform umsetzen wollen. Deshalb kenne ich nicht nur meine eigenen Tools, sondern auch externe Plattformen wie Coachy, Teachable, Kajabi, Memberspot und viele andere. 

Durch meine jahrelange Erfahrung konnte ich mittlerweile einen Prozess entwickeln, wie man am besten an das Entwickeln einer Kursplattform herangeht.

1. Anforderungen definieren

Der erste Schritt dabei ist immer, dass wir die Anforderungen herausarbeiten. Denn nicht jede*r von uns hat das gleiche Businessmodell, denselben Zahlungsanbieter und das gleiche Newsletter-Programm. Und auch nicht jede*r von uns hat die gleichen Vorstellungen, wie ein großartiger Mitgliederbereich aussehen soll. Manche von uns lieben es Funktionen zur Verfügung zu haben, wie z.B.

  • Quizzes
  • Zertifikate
  • Häkchen um Lektionen abzuschließen
  • automatisiertes Freischalten von Freebie oder 0€-Produkten
  • das eigene Gestalten des Mitgliederbereichs
  • unendlich viele Teilnehmer*innen
  • unendlich viele Kurse
  • und viele weitere ...

Du siehst also, dass jeder Mitgliederbereich besondere Anforderungen hat und gut geplant sein will. Wenn du Hilfe brauchst beim Definieren der Anforderungen, dann sieh dir meine Fire-Up-Videos und das Workbook an. Dort führe ich dich direkt durch den Prozess und du kommst auch direkt zu Schritt zwei:

2. Das beste passende Setup auswählen

Passend zu deinen gewünschten technischen Komponenten und deinen Rahmenbedingungen, die dein Business dir gibt, kannst du dich dann auf die Suche nach der passenden Plattform und den entsprechenden Tools machen. Denn auch wenn du mit WordPress einen Mitgliederbereich gestalten möchtest, hast du noch immer die Auswahl zwischen verschiedenen Tools.

Und hier noch eine kleine Anmerkung: Die PERFEKTE Plattform gibt es nicht. Du wirst dich immer für oder gegen gewisse Faktoren entscheiden und Prioritäten setzen müssen. Das ist ganz natürlich. Wichtig dabei zu wissen ist, WARUM du genau diese Punkte ausgewählt hast und warum sie dir wichtiger sind als die anderen Anforderungen, die du definiert hast.

3. Den Mitgliederbereich umsetzen

Sobald du dann deine Anforderung definiert und dein System ausgewählt hast, kannst du mit der Umsetzung loslegen. Bei WordPress bedeutet das, dass du eine Subdomain anlegst, sie mit einer SSL-Verschlüsselung versiehst und dann deine Plugins und das Theme installierst, das du dir ausgesucht hast.

Wenn du dich für eine externe Plattform entscheidest, dann kannst du dir dort deinen Account einrichten, diesen dann mit deinen gewünschten Einstellungen versehen und dich an die Umsetzung der Inhalte machen.

Der häufigste Fehler bei Mitgliederbereichen

Viele Online-Unternehmer*innen machen diesen letzte Schritt - also den Mitgliederbereich umzusetzen - als ersten und wundern sich dann, warum ein halbes Jahr später der Kursbereich sperrig und nicht gut zu handhaben ist.

Sie verpulvern sehr viel Zeit und auch Geld, da sie die eigenen Anforderungen nicht kennen und dann von einem System zum anderen wechseln. Und nirgends passt es dann richtig. Denn bei System A fehlen Basis-Funktionen, bei System B fehlen Funktionen, die aber System A hatte und System C ist schwer verständlich bzw. komplex umzusetzen, obwohl es alle Komponenten mitbringen würde.

Diesen Fehler musst du nicht machen. Du kannst von Anfang an die Planung an die erste Stelle setzen und dir so sehr viele Umwege ersparen. Ja, es ist natürlich nicht der gemütliche Weg, sondern es erfordert, dass man sich hinsetzt und sich Gedanken macht anstatt sofort loszulaufen und umzusetzen. Das ist für viele Menschen eine Hürde und ich kann es voll verstehen, dass es viel weniger Spaß macht 😅

Ich setze auch viel lieber Dinge um als sie zu planen...
Aber manchmal ist es halt schlauer, effizienter und kostensparender zuerst in die saure Zitrone zu beißen, damit man dann schlussendlich dann bessere Limonade hat - weil man weiß, dass man Zucker braucht um sie schmackhaft zu machen.

Oder man erkennt, dass man eigentlich gerne Orangenlimonade hätte - und die Zitronen überhaupt nicht braucht, sondern gern eine andere Grundzutat möchte 😊

Du möchtest Unterstützung?

Wie du siehst habe ich jahrelange Erfahrung darin Mitgliederbereiche zu entwickeln und weiß worauf es ankommt. Mein Wissen darüber habe ich in einen Prozess gepackt, der dich dabei unterstützt direkt zu deinem Ergebnis zu kommen und der Mitgliederbereichsplattform, die für dich passt.

Du siehst, dass es nämlich besonders eine Komponente gibt, die erfolgreiche Mitgliederbereiche ausmacht: Die Planung im Vorfeld und das Definieren der Anforderungen.

Wenn du also diesen Punkt jetzt gleich in Angriff nehmen möchtest, dann habe ich hier genau das passende Werkzeug für dich: Die Fire-Up-Videos und das dazugehörige Workbook. Schritt für Schritt zeige ich dir, wie du deine Anforderungen herausarbeitest, welche technischen Faktoren du beachten musst und welche Plattform zu dir passt.

Du erfährst auch, welche Vor- und Nachteile eine WordPress-Installation im Gegensatz zu einer externen Plattform bietet.

WICHTIG: Es geht in den Videos nicht darum, dass du dann am Ende WordPress nimmst - das ist nicht das Ziel. Das Ziel ist wirklich, dass du genau die Plattform wählst, die für dich passt.

Klicke hier um dir jetzt die Fire-Up-Videos und das Workbook zu sichern.

Ich wünsche dir viele Erkenntnisse mit den Videos und dem Workbook!
Herzlichst,
Sara

Über die Autor*in

Sara Menzel-Berger

Sara Menzel-Berger ist als Technikelfe für WordPress-Webseiten unterwegs.

Wenn sie nicht gerade Kund*innen dabei begleitet durch den Technik-Dschungel zu finden, geht sie gerne wandern, ist begeisterte Teetrinkerin und spielt mit Leidenschaft Assassins Creed.

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