Sara Menzel-Berger

März 28, 2022

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade "Psychische Gesundheit im Online-Business", die noch bis 22. Mai 2022 läuft.

1) Psychotherapie

Ja, das ist gerade ein Tabubruch, aber ich stehe dazu. Psychotherapie ist für mich eines der effizientesten und effektivsten Mittel um mit mir selbst klar zu kommen.

Es mag dir auf den ersten Blick eventuell komisch vorkommen, denn NEIN, ich bin NICHT krank. Und NEIN, ich schäme mich auch nicht dafür, zur Therapie zu gehen. Sie ist einfach ein unglaublich hilfreiches Mittel, um mich mit mir selbst und meinen (Vergangenheits-)Themen auseinander zu setzen und diese aufzuarbeiten. Und das in einem Kontext, der so ganz vom Online-Business unabhängig ist.

Besonders daran mag ich, dass mein Therapeut eine ganz andere Lebensrealität hat als ich. Das bedeutet, dass ich sehr sehr viel und genau erklären muss. Ich muss meine Erzählungen in einen Kontext setzen und sie sehr ausführlich darstellen. Und diese Erklärungen ermöglichen es mir ,zu reflektieren:

  • Was passt zu mir?
  • Was entspricht meinen Werten? 
  • Was sind meine Werte?
  • Mit welchen Verhaltensweisen reagiere ich auf bestimmte Situationen?
  • Was entspricht mir nicht?
  • Welche Verhaltensweisen möchte ich gerne ändern?

Und sehr spannend und erhellend finde ich auch immer die Sichtweise meines Therapeuten. Durch seine so ganz andere Lebensrealität - und natürlich durch seine Fragetechniken und Übungen - eröffnen sich mir ganz neue Welten. Ich kann aus meinen Gedankenschleifen aussteigen, mir selbst begegnen, Selbstsicherheit gewinnen und Vertrauen zu mir selbst fassen.

2) Therme und Wellness

Ein zweiter großer Bereich, der mir hilft auf mich selbst zu achten und zu entspannen sind Ausflüge in die Therme und Massagen. Auch wenn Wasser nicht mein Lieblingselement ist, hat es trotzdem eine super entspannende Wirkung auf mich. Ich kann auch einfach neben einem Fluss sitzen und dem Wasser zuhören. Das entspannt mich einfach total.

Und Massagen bringen mich ins Hier und Jetzt, lösen Verspannungen, unterstützen meine inneren Prozesse und fühlen sich einfach gut an. Am liebsten mag ich Shiatsu, weil es eine ganz eigene Qualität hat.

3) Wandern und Natur genießen

Ein Baustein, den ich lange Jahre unterschätzt habe ist, wandern zu gehen und im Wald zu sein. Früher dachte ich, dass Entspannung nur auf der Couch stattfinden kann. Mittlerweile weiß ich, dass eine gute Mischung zwischen Bewegung und Auszeit auf der Couch die sinnvollste Variante für mich ist.

Und nicht zuletzt ist es wunderschön 🙂
Ich bin einfach unheimlich gerne im Wald, neben Bächen und auf Bergen unterwegs. Am liebsten habe ich Routen, die sich von der Landschaft her abwechseln. Und nicht zuletzt hat natürlich das Gipfelerlebnis, wenn man den Aufstieg geschafft hat, einen ganz besonderen Reiz für mich. Also ein Gipfel versteckt im Wald ist nicht so meins, sondern ich liebe es, wenn ich ganz weit sehe vom Gipfel aus und geniales Panorama habe 🙂

4) Sport machen

Früher dachte ich immer, dass ich nicht sportlich bin. Gefehlt hat es allerdings einfach an der richtigen Sportart. Seitdem ich Tanzen, Klettersteige und Bouldern für mich entdeckt habe - ja es hat mehrere Versuche gebraucht - kann man durchaus sagen, dass ich Freude dran habe, mich zu bewegen und Sport zu machen 🙂

Ich merke, dass ich ein ganz anderes Körpergefühl bekomme und mich einfach mehr mag, wenn ich mich regelmäßig auspowere. Ganz abgesehen davon, dass ich entspannter bin, habe ich auch viel weniger Aggressionspotenzial. Und ich lerne auch meine Grenzen kenne - und zwar wirklich körperliche Grenzen. Nicht die Grenzen, wo mein Kopf denkt, dass sie liegen. Da hatte ich in den letzten 2 Jahren sehr viele Aha-Erlebnisse und lerne immer mehr mir selbst zu vertrauen. Ich kann nämlich viel mehr, als ich denke 🙂

5) Ein eigenes Büro - Abgrenzung von meinem Business

Seit Juni 2021 habe ich wieder ein externes Büro. Das macht mir die Abgrenzung von meinem Unternehmen leichter. Natürlich habe ich noch Tage, wo es doch mehr als 8 Stunden Arbeit werden, aber Nächte, die ich im Büro verbringe, sind mittlerweile eher selten.

In meinem Homeoffice kam es sehr oft vor, dass ich dann um 22:00 Uhr abends doch "noch schnell" meine E-Mails gelesen habe. Und dann wollte ich mit der Umsetzung einfach nicht warten bzw. konnte ich nicht gut schlafen, wenn ich wusste, was in meinem Postfach auf mich wartet. Es hat also nicht nur meine Schlafqualität beeinflusst, sondern auch die Länge meines Schlafs. Und glaub mir, mit zu wenig Schlaf bin ich unausstehlich... Unter 8 Stunden bin ich kaum funktionsfähig, 9 Stunden sind mein Optimum.

Ich habe übrigens auf meinem Handy auch nur die E-Mails von meinen VIP-Kund*innen und den Feuerwehr-Einsätzen. Alle anderen E-Mails gibt's nur im Büro.

6) Regelmäßige Auszeiten / Urlaube

Mittlerweile trage ich Urlaube und Auszeiten als erstes in meinen Kalender ein, wenn ich plane. Denn sonst finden sie einfach nicht statt. Ich finde dann keine Zeit dafür. Deshalb habe ich es mir angewöhnt, dass ALLES rund um meine Urlaube herum geplant wird.

Und regelmäßig bedeutet nicht alle 2 Jahre 😉
Regelmäßig bedeutet für mich 1x pro Quartal eine komplette Woche. Ja, das muss ich auch noch üben, aber ich kenne mein Ziel und weiß, wo ich hin will 🙂

7) Quality Time mit meinen Lieblingsmenschen

Fester Bestandteil meiner Woche sind auch Zeiten, wo ich mit meinen Lieblingsmenschen unterwegs bin. Ich bin ein Fan davon, ins Kino zu gehen, gut zu essen in Restaurants, Museen und Konzerte zu besuchen, gemeinsam Filme und Serien zu schauen, Musik zu hören und einfach dazusitzen und tiefe Gespräche zu führen. All das entspannt mich und gibt mir Energie.

8) Profit First - Ein Finanzsystem, das mir das alles ermöglicht

Dass alle diese 7 Selfcare-Maßnahmen so funktionieren können, wie sie es tun, braucht es ein stabiles System dahinter. Das bietet mir persönlich mein Profit-First-Finanz-System. Ja, Profit First hört sich auf den ersten Blick für uns komisch an. Gerade in unseren Breitengraden bringen wir das Wort "Profit" oft mit Gier in Zusammenhang. Damit hat dieses System aber einfach nichts zu tun.

Es geht darum, dass du finanziell die richtigen Prioritäten setzt. Und zwar so, dass du von deinem Unternehmen leben kannst - es also dich trägt. Und kein Pflegefall ist, den du versorgen musst. Für mich bedeutet das, dass ich an die erste Stelle mein Unternehmergehalt setze, danach kommen alle rechtlichen Dinge, die man so zahlen muss (Steuern, Versicherung) und dann kommen erst die Ausgaben. Ich kann also von dem Geld, das übrig bleibt meine Geschäftsausgaben finanzieren.

Vielleicht läuten jetzt bei dir die Alarmglocken und du denkst dir "Hä, wie soll denn das jemals funktionieren?" Ja, es erfordert manchmal Kreativität, ja es erfordert Disziplin nicht über die eigenen Unternehmens-Verhältnisse zu leben, ja es ist manchmal ganz schön schwierig. Aber der große Gewinn dabei ist, dass ich immer weiß wie es um mein Unternehmen bestellt ist und ich selbst gut versorgt bin. Denn oft vergessen wir in unserem Unternehmerleben auf die wichtigste Person: UNS SELBST. Ohne uns würde es das Unternehmen nicht geben.

Deshalb: Versorge zu erst das beste Pferd im Stall - dich selbst!

In diesem Sinne bin ich jetzt gespannt auf deine Tipps 🙂
Wie sorgst du gut für dich selbst? Wie gehst du mit den Belastungen im Online-Business um? Was machst du, um dich zu erden? Um dir selbst etwas Gutes zu tun?

Herzlichst,
Sara

PS: Hier nochmal der Link zur Blogparade "Psychische Gesundheit im Online-Business", die bis 22. Mai 2022 läuft.

Über die Autor*in

Sara Menzel-Berger

Sara Menzel-Berger ist als Technikelfe für WordPress-Webseiten unterwegs.

Wenn sie nicht gerade Kund*innen dabei begleitet durch den Technik-Dschungel zu finden, geht sie gerne wandern, ist begeisterte Teetrinkerin und spielt mit Leidenschaft Assassins Creed.

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  • Liebe Sara. Dein „Maßnahmenkatalog“ ist wirklich großartig!! Ganz viel davon habe ich auch auf meiner Liste der Alltagsstress-Bewältigungs-Strategien.

    Vom Psychografie-Typ her, würde ich auf Handlungstyp tippen – zumindest spricht Dein Wertesystem sehr dafür. Ich kann nur sagen: Herzlich willkommen in meiner Welt. 😉

    Leider erlebe ich im Alltag, dass andere Persönlichkeitstypen mit der Disziplinierung größere Schwierigkeiten haben, weshalb ich als Fachfrau für kleine alltagstaugliche (Entspannungs)-Tools noch ein paar Vorschläge in petto hätte.

    Ich schaue mal, dass ich es schaffe im Rahmen Deiner Blogparade noch ein bissle aus dem Nähkästchen zu plaudern. 😉

    Ich sende entspannte und sonnige Grüße, Konstanze

    • Liebe Konstanze,
      ich freue mich riesig, dass dir mein „Maßnahmenkatalog“ gefällt und bin schon super gespannt, was du noch alles an Tools kennst und uns vorstellen wirst 😀
      Herzlichst,
      Sara

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