Wieso du Splittests machen solltest! | Technikelfe

Wieso du Splittests machen solltest!

In einem Satz zusammengefasst: Du kannst durch Splittest die Conversionrate deiner E-Mail-Formulare, Überschriften und Landingpages optimieren, indem du deine Webseitenbesucher*innen besser kennen lernst und gezielter auf sie eingehen kannst. 

In diesem Artikel werde ich näher auf Splittests bei E-Mail-Formularen eingehen und dir zeigen, wie du mit Thrive Leads deinen ersten Splittest aufsetzen kannst.
Dass du schon erste E-Mail-Formulare gebaut hast und diese auch auf deiner Webseite laufen, setze ich voraus. Ich erkläre hier also nicht, wie ein E-Mail-Formular von Grund auf erstellt wird.

Wofür verwendet man sie?

Splittests verwendet man um Elemente (z.B. E-Mail-Formulare, Landingpages, Überschriften, Verkaufsseiten, ...) zu optimieren, also die Conversionrate zu steigern.
Bei gleicher Besucheranzahl sollen sich also mehr Besucher*innen in deine Formulare eintragen, deine Blogartikel klicken, sich für dein Freebie eintragen oder dein Produkt kaufen.

Wie funktioniert ein Splittest?

Für einen Splittest brauchst du mindestens 2 Varianten eines E-Mail-Formulares, die du gegeneinander testen möchtest. Weiters brauchst du auch ein Tool, das dir solche A/B-Tests erlaubt. Bei E-Mail-Formularen kann man hierfür zum Beispiel Thrive Leads verwenden.

Für Seiten gibt es auch die kostenlose Möglichkeit einen Splittest mit Google Analytics zu erstellen. Anleitungen dazu findest du auf Traffic3 oder bei Designers-Inn.

Dieses Splittest-Tool sorgt dann dafür, dass diese 2 verschiedenen Formular-Varianten deinen Besucher*innen in einer gewissen Verteilung angezeigt werden.
Hast du beispielsweise 200 Besucher*innen, die dein Formular sehen, dann bekommen bei einer 50/50 Aufteilung, 100 Besucher*innen das Formular 1 angezeigt und 100 Besucher*innen das Formular 2.
Im Idealfall werden die zwei Varianten immer abgewechselt. Also Besucherin 1 bekommt Formular 1 angezeigt, Besucherin 2 Formular 2, Besucherin 3 Formular 1, Besucherin 4 Formular 2 und so weiter.

Cookies - diese kleinen Textschnipsel, die durch die DSGVO große Berühmtheit erlangt haben - und andere Daten helfen dir beim Splittesten.
Denn durch das Setzen eines Textschnipsels im Browser der Besucher*in, die dein E-Mail-Formular sieht, erkennt das Testtool, welche Variante ausgespielt wurde. So sieht die Besucher*in den ganzen Zeitraum lang, über den der Splittest läuft, das gleiche Formular.

So kann das Tool messen, welches Formular mehr Einträge von Besucher*innen aufweist - also welches die bessere Conversionrate bringt.

Die Aussagekraft von Splittests

Du brauchst eine gewisse Anzahl an Besucher*innen und Conversions, damit dein Splittest aussagekräftig wird. Dein Splittest für ein E-Mail-Formular hat also keine Aussagekraft, wenn nur 10 Personen dein E-Mail-Formular gesehen haben. 

Um die Aussagekraft deiner Splittest festzustellen, kannst du dieses Tool hier nutzen: https://abtestguide.com/calc/. Es zeigt dir an, ob dein Splittest aussagekräftig ist oder nicht.

Generell gilt die Regel: "Je kleiner die Variation des Formulars ist, desto mehr Traffic und Conversions brauchst du, um einen aussagekräftigen Splittest zu erreichen."
Würdest du beispielsweise nur eine Mini-Änderung am Text über deinem Eintragsformular verändern, wirst du sehr viele Besucher*innen brauchen, damit du ein aussagekräftiges Ergebnis erreichst, aus dem du dann auch wirklich Schlüsse ziehen kannst.

Welche Elemente kann ich gegeneinander testen?

Du kannst jede Art von Element testen. Wichtig dabei ist, dass du nur ein einziges Element pro Splittest nimmst und du darauf achtest, dass es einen möglichst großen Unterschied zwischen den Varianten gibt. Möchtest du beispielsweise das E-Mail-Formular einmal mit einem Video testen und einmal ohne ein Video, dann ist das ein großer Unterschied.
Wechselt du hingegen nur ein Wort aus in deinem Text ist das ein Mini-Unterschied. In diesem Fall wirst du eine Menge mehr Besucher*innen brauchen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erreichen.

Bei einem E-Mail-Formular könntest du damit beginnen, dass du zum Beispiel zwei verschiedene Freebies (also verschiedene Inhalte) gegeneinander testest. Das Freebie, das besser funktioniert, nimmst du dann als "Gewinner" und arbeitest damit weiter. Eine andere Möglichkeit wäre, dass du testest, ob ein Formular mit einem extra Haken für den Newsletter besser konvertiert oder nicht. Das sind jetzt nur zwei Ideen mit denen du beginnen könntest.

Meistens mache ich also mehrere Splittests hintereinander um mich an das "ideale" Formular für meine Zielgruppe heranzutasten. 

Zu wenig Traffic?

Du denkst dir jetzt: "Das ist ja alles schön und gut. Aber ich habe auf meiner Webseite bestimmt zu wenig Traffic für aussagekräftige Splittests."
Wenn dir dieser Gedanke schon mal durch den Kopf gegangen ist, dann kann ich dir den Artikel von Hanne sehr ans Herz legen. Sie erklärt dir, wie man auch mit Low-Traffic-Sites aussagekräftige Splittests machen kann (englischer Artikel).

Wie erstellst du in Thrive Leads einen Splittest?

So - jetzt aber ans Eingemachte 😉
In den nächsten Schritten erfährst du, wie du einen Splittest mit Thrive Leads in 5 Schritten aufsetzen kannst.

1) E-Mail-Formular erstellen

Zuerst erstellst du, wie du es auch sonst machst, ein funktionierendes E-Mail-Formular.

2) Ein zweites Formular erstellen

Anschließend kopierst du entweder dieses gerade erstellte Formular oder du erstellst ein zweites in der gleichen

Du bekommst hier auch noch den Hinweis, dass der Traffic nur auf das erste Formular geleitet wird, falls du keinen Splittest startest.

3) Die Formulare aktivieren

Aktiviere nun deine Formulare und kontrolliere, ob alles funktioniert.

Auf dem nachfolgenden Bild siehst du eine Einstellung, bei der kein einziges Formular angezeigt würde. Checke also, ob dein Formular eingeschaltet ist und schau direkt auf der Webseite nach, ob die Formulare auch wirklich angezeigt werden.
Kontrolliere auch die Mobilversion deines Formulars - kann man alle Überschriften lesen? Ist das Formular benutzbar? Funktioniert das Formular?

Kleiner Tipp am Rande: Falls dein Formular nicht mehr angezeigt wird, weil du die Einstellungen so gesetzt hast, dass das Formular z.B. nur alle 3 Tage angezeigt werden soll, dann kannst du in den Inkognito-Modus deines Browsers wechseln. Dort werden weniger bzw. keine Cookies gesetzt und somit kannst du dort die Anzeige deiner Formulare kontrollieren.

Guck' auch nochmal nach, ob du wirklich alle Trigger und Anzeigeeinstellungen richtig gesetzt hast.

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Hier zahlt sich doppeltes Kontrollieren wirklich aus!
Falls du nämlich irgendeinen Fehler nach dem Splittest findest, dann musst du den Splittest beenden und ganz von vorne starten.
Kontrolliere also wirklich beide Formulare (inklusive der Texte und der Funktionalität der Eintragsfelder) und alle Einstellungen nochmals genau durch.

4) Den Splittest starten

Du hast alles kontrolliert?
Wunderbar, dann kannst du nun deinen ersten Splittest starten indem du auf den grünen Button "Start A/B Test" klickst.

Daraufhin erscheint ein Fenster in dem du einen Titel und Notizen zu deinem Splittest angeben kannst. Ich würde dir empfehlen diese zwei Möglichkeiten zu nutzen, damit du auch nach einem Monat noch weißt, wieso du diesen Test gestartet hast. 

5) Abwarten...

... und Tee trinken 🙂 oder Kaffee 😉

Schau' nach einer Woche mal bei deinen Splittest-Statistiken in Thrive vorbei. Dort wird dir angezeigt, welches der beiden Formulare bereits Conversions verzeichnet hat.
Wenn es schon viele Conversions sind, dann kannst du im Conversion-Test-Tool, den ich im Punkt "Die Aussagekraft von Splittest" erwähnt habe, deine Zahlen eintragen und so feststellen, ob dein Splittest schon aussagekräftig ist oder nicht.

Falls dein Splittest schon Aussagekraft hat, kannst du ihn beenden und das bessere Formular als Gewinner wählen.
Ist dein Splittest noch nicht aussagekräftig, dann lässt du ihn weiterlaufen. Am besten wartest du wieder eine Woche und guckst dann nochmals.

Und nun wünsche ich dir aussagekräftige Ergebnisse bei deinem ersten Splittest!
Deine Sara

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Sara

Ich heiße Sara Menzel-Berger und lebe mit meinem Mann zusammen mitten in Graz. De​n Ausblick aus unserer Wohnung auf den Schlossberg und die wunderbaren Sonnenuntergänge vor meinem Bürofenster liebe ich.

Neben meiner Arbeit als Technikelfe studiere ich Philosophie, genieße lange Spaziergänge ​durch den Wald und höre so oft es nur geht meine Musical-Songs.
Sara
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  • Hanna sagt:

    Hmm, an sich völlig logisch, was du hier beschreibst. Ich kenne diese Art von Tests aus anderen Bereichen (zumindest theoretisch gelernt an der Uni). Aber das auf diverse Aspekte im SEO (wie hier mit Freebies) zu verwenden kam ich noch nicht.

  • >

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