Oktober 16, 2020

Gerade am Anfang, wenn man sich neu in WordPress einarbeitet gibt es viele Hürden, die man bewältigen muss. Eine davon ist die Frage "Welche Plugins brauche ich für meine WordPress-Webseite?".

Dieser Artikel soll dir helfen zu klären was WordPress-Plugins sind, wofür du sie brauchst und welche Dinge du beachten solltest, wenn du Plugins für deine Webseite auswählst.

Was sind WordPress-Plugins?

Plugins sind Erweiterungen für deine Webseite, die spezielle Zusatzfunktionen ergänzen.

WordPress als System bringt die Grundfunktionen mit. Du kannst also Blogartikel anlegen, Seiten gestalten, verschiedene Nutzer*innen anlegen und alle Grundeinstellungen für deine Webseite treffen. Doch nicht alle Funktionen, die man als Webseitenbetreiber*in braucht sind von Haus aus in WordPress enthalten.

Möchte man beispielsweise das Design der Webseite anpassen, braucht man dazu ein Theme. Das Theme ist dafür zuständig, dass die Inhalte deiner WordPress-Webseite auf eine bestimmte Art und Weise angezeigt werden.

Plugins ergänzen Spezialfunktionen die weder dein Theme noch WordPress selbst mitbringen. Der Unterschied zwischen dem Theme und den Plugins ist, dass eine WordPress-Webseite ohne Theme nicht funktionsfähig ist. Eine WordPress-Webseite ohne Plugins funktioniert aber. Das Theme ist also enger verknüpft mit deiner Webseite als einzelne Plugins.

Wofür brauche ich Plugins?

Plugins erleichtern dir einfach das Leben. Du kannst deine Webseite natürlich auch ohne Plugins betreiben, aber dann wirst du schnell an Grenzen stoßen, was die Funktionalität deiner Webseite betrifft oder recht viel Aufwand haben mit Aufgaben, die sich mit Plugins effizienter oder sogar automatisiert gestalten lassen.

Ein Beispiel ist hier, dass auf deiner Webseite ein Plugin vorhanden sein sollte, das regelmäßige Sicherungen macht. Du kannst natürlich jede Woche eine händische Sicherung deiner Daten und der Datenbank machen, aber langfristig ist das ein Zeitfresser. Ganz abgesehen davon, dass du dir das Know-How aneignen musst wie man diese Daten sichern kann.

In diesem Fall ist es sehr sinnvoll die Webseite um diese Funktion zu ergänzen, damit du dir Zeit und viele Nerven sparst.

Wieso gibt es so viele verschiedene WordPress-Plugins?

Wenn du eine Funktion für deine Webseite ergänzen möchtest, dann gibt es eine Vielzahl an Plugins, die dieses Thema abdecken. Das macht die Auswahl meist schwierig, weil es nicht das EINE Plugin für diesen Einsatzzweck gibt, sondern sehr viele verschiedene.

Diese Vielfalt kommt deshalb zu Stande, weil WordPress eine Open-Source-Software ist. Das bedeutet, dass der Code öffentlich zugänglich ist und jeder Verbesserungen und Veränderungsvorschläge einbringen kann. Hat jemand einen spezifischen Bedarf kann sie sich sogar durch die Programmiersprache PHP einfach ihre eigene Erweiterung - also ein Plugin - schreiben und in ihre Webseite integrieren.

Da solche Erweiterungen auch für andere Nutzer*innen interessant sind, kann man Plugins, die man selbst entwickelt hat, auf verschiedenen Plattformen bereitstellen. Die größte Plattform ist die Bibliothek von WordPress selbst. Da diese Plugins aus einem konkreten Bedarf und oft Nutzer*innen die gleichen Probleme und Bedürfnisse haben, gibt es Plugins, die sich sehr schnell verbreiten.

Mittlerweile hat sich die Landschaft durch Firmen, die Plugins programmieren, ergänzt. Es gibt also nicht mehr nur kostenfreie Plugins, sondern auch welche, die kostenpflichtig sind.

Aber nicht alle Plugins sind gleich gut!

Das Problem an dieser natürlichen Entwicklung ist, dass es auch Plugins gibt, die einfach schlecht programmiert sind. Weiters gibt es oft den Fall, dass jemand ein Plugin programmiert, aber danach nicht mehr wartet. Die Wartung eines Plugins ist deshalb so wichtig, weil sich WordPress und auch die Programmiersprachen stetig weiter entwickeln. Werden Plugins dann nicht angepasst kann es zu Komplikationen kommen. Es kann auch passieren, dass Plugins Sicherheitslücken enthalten. Werden solche Sicherheitslücken nicht behoben kann deine Webseite durch diese Lücken gecrackt werden.

Deshalb ist es wichtig, dass man bei der Auswahl von Plugins einige Grundlagen beachtet.

Worauf du bei der Plugin-Auswahl achten musst

Es gibt einige Parameter, die man schon von Anfang an bei der Plugin-Auswahl beachten kann. Manche Punkte davon erfordern zwar etwas Recherche-Arbeit, aber glaub' mir, es lohnt sich diese Zeit VOR der Installation zu investieren. Denn wenn du zum Beispiel einen Page-Builder wählst, der die Ladezeit deiner Webseite nach unten zieht, du aber erst nach 2 Jahren zu dieser Erkenntnis kommst, dann kostet es sehr viel Zeit und somit auch Geld auf einen anderen Page-Builder zu wechseln. Deshalb sollte man sich von Anfang an so gut wie möglich aufstellen um langfristig wenig(er) Probleme zu haben.

1. Von welcher Plattform lädst du das Plugin herunter?

Wenn du ein kostenloses Plugin suchst, dann ist die WordPress-Plugin-Bibliothek für dich der richtige Ort. Dort gibt es nämlich Richtlinien, die erfüllt sein müssen, damit ein Plugin dort zur Verfügung gestellt werden kann.

Bitte lade niemals ein kostenloses Plugin von einer anderen Seite herunter. Das sind keine vertrauenswürdigen Quellen! Wenn ein Plugin nicht in der WordPress-Bibliothek zu finden ist, dann hat das einen guten Grund.

Anders verhält es sich bei kostenpflichtigen Plugins. Diese werden von einzelnen Anbietern oder auch Plattformen angeboten. Hier ist es wichtig, dass du unbedingt die Punkte 2-7 beachtest, wenn du überlegst dir ein Plugin zu kaufen. Eine der bekanntesten Plattformen ist hier Codecanyon.

2. Wann wurde das Plugin zuletzt aktualisiert?

Sowohl in der WordPress-Bibliothek als auch auf den Plattformen, wo man Plugins kaufen kann, gibt es immer eine Angabe, wann das Plugin zuletzt aktualisiert wurde. An dieser Angabe erkennst du, ob das Plugin regelmäßig gewartet wird.

Bei Codecanyon findest du diese Angabe beispielsweise unter dem Punkt "Last Update".

In der WordPress-Bibliothek findest du diese Angabe rechts in der Spalte unter dem Punkt "Zuletzt aktualisiert".

Wenn die letzte Aktualisierung des Plugins über 6 Monate zurück liegt, dann solltest du das Plugin nicht verwenden.

3. Welche Bewertungen hat das Plugin?

An den Bewertungen kann man sich orientieren. Hat ein Plugin beispielsweise 50% negative Bewertungen und es haben viele Nutzer*innen die Rückmeldung gegeben, dass es die Webseite zerschießt, dann sollte man sehr gut überlegen, ob man dieses Plugin installieren möchte. Hat das Plugin vorwiegend positive Bewertungen, dann gibt es eine größere Chance, dass das Plugin auch auf deiner Webseite funktioniert. 

Bei Bewertungen muss man aber auch immer den nächsten Punkt im Blick haben. Denn wenn das Plugin nur 20 mal heruntergeladen wurde und nur 2 Bewertungen hat, dann muss man selbst testen.

4. Wie oft wurde das Plugin heruntergeladen?

Auch dies ist eine Kennzahl, die man sich anschauen sollte, bevor man ein Plugin installiert. Ist das Plugin nämlich auf vielen Webseiten installiert, hat das einige Vorteile. Es gibt wenige Webseiten die exakt die gleichen Plugins installiert haben. Deshalb kristallisieren sich Probleme, die ein Plugin verursachen kann, schneller heraus, wenn das Plugin sehr oft heruntergeladen wurde. Außerdem gibt es auch mehr Bewertungen je öfter ein Plugin verwendet wird.

Je größer die Verbreitung eines Plugins ist, desto leichter ist es auch Hilfe zu bekommen, wenn mal ein Problem auftritt. Oft kennen andere Nutzer*innen das Plugin und hatten vielleicht sogar schon ein ähnliches Problem. Gerade in FB-Gruppen gibt es oft Lösungen zu den Fehlermeldungen von sehr bekannten Plugins.

5. Wurden die Supportanfragen beantwortet?

In der WordPress-Bibliothek gibt es einen weiteren Faktor, den man zur Bewertung eines Plugins heranziehen kann. Unter dem Punkt "Behobene Probleme in den letzten zwei Monaten" kannst du einen Eindruck davon gewinnen wie viele Fragen von Benutzer*innen es mit diesem Plugin in letzter Zeit gegeben hat und wie aktiv der Support darauf reagiert hat.

Wenn Supportanfragen beantwortet werden, dann kann man davon ausgehen, dass die Entwickler*innen dahinter noch aktiv sind. Dudurch ist es sehr wahrscheinlich, dass das Plugin auch weiterhin gewartet wird.

6. Ist das Plugin eine Geschwindigkeits-Bremse?

Manche Plugins bringen so viele Funktionen mit oder sind von der Programmierung her so gestaltet, dass sie die Geschwindigkeit der Webseite stark belasten. Deshalb sollte man, bevor das Plugin installiert wird, recherchieren, ob das auch das Plugin betrifft, das man gerne einsetzen möchte.

7. Ist das Plugin mit deinen anderen Komponenten kompatibel?

Manche Plugins sind mit anderen Plugins oder Themes nicht kompatibel. Das solltest du, bevor du das Plugin installierst, in Erfahrung bringen. Am besten kannst du das herausfinden indem du in einer WordPress Gruppe nachfragst, ob irgendwelche Probleme bekannt sind.

Welche Bereiche deiner Webseite solltest du mit einem Plugins abgedeckt haben?

Jetzt hast du 7 Kriterien für die Auswahl von Plugins kennengelernt.
Aber für welche Bereicher deiner Webseite brauchst du überhaupt ein Plugin?

Das erfährst du in meinem E-Mail-Minikurs "5 Must-Have-Plugins für deine WordPress-Webseite". Hier kannst du dich anmelden.

Falls du Fragen oder Anmerkungen hast, dann schreibe gerne einen Kommentar!
Hab' einen wunderbaren Tag,
Sara

Über die Autor*in

Sara 

Sara Menzel-Berger ist als Technikelfe für WordPress-Webseiten unterwegs.Wenn sie nicht gerade Kund*innen dabei begleitet durch den Technik-Dschungel zu finden, geht sie gerne wandern, ist begeisterte Teetrinkerin und spielt mit Leidenschaft Assassins Creed.

Dir hat dieser Blogartikel gefallen und du möchtest meine Arbeit gerne unterstützen?

Dann hast du hier die Gelegenheit einen Unterstützungsbeitrag deiner Wahl an mich zu schicken.

Du entscheidest, was sich für dich richtig anfühlt und was du geben kannst.

__CONFIG_colors_palette__{"active_palette":0,"config":{"colors":{"62516":{"name":"Main Accent","parent":-1}},"gradients":[]},"palettes":[{"name":"Default Palette","value":{"colors":{"62516":{"val":"var(--tcb-skin-color-0)"}},"gradients":[]}}]}__CONFIG_colors_palette__
Ja, ich möchte unterstützen!

Weitere Blogartikel zu ähnlichen Themen

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Webseiten-Sommer 2020

  • Du weißt, dass die Thrive Plugins (Thrive Leads, Thrive Architect, ect.) genial sind, kommst aber nicht so richtig damit zurecht?
  • Du möchtest gerne sattelfest werden beim Erstellen von E-Mail-Eintragsformularen, Quizzes und anderen Elementen der Thrive Plugins?
  • Effizientes Arbeiten ist dir wichtig und du möchtest mit den Tools schnell voran kommen?
  • Dann mach' mit beim Webseiten-Sommer 2020. In 5 Wochen lernst du verschiedene Thrive Plugins kennen und mit ihnen zu arbeiten. Pro Woche gibt es ein Plugin, das ich dir vorstelle. Es geht darum, dass du selbst Erfahrung sammelst. Du bekommst Praxisaufgaben zum Umsetzen, damit Du ganz sicher im Umgang wirst und das meiste für Dich und Deine Webseite aus den Plugins herausholen kannst.

    Das möchtest du? Dann trage dich jetzt für die Warteliste ein und ich gebe dir Bescheid, sobald es Neuigkeiten gibt.

>

1. deutschsprachige Pinterest Marketing-Konferenz
Mittwoch, 21. Oktober