September 23, 2020

In diesem Video habe ich mit Karin Cvrtila über die Wichtigkeit von Google Analytics und den korrekten Umgang mit den Analytics-Zahlen besprochen.

Karin Cvrtila war über 30 Jahre an einem Institut für Markt- und Meinungsforschung tätig und berät jetzt kleine Unternehmen und Einzelunternehmen zu SEO-Strategien und zum richtigen Umgang mit den Analytics-Zahlen.

Falls du dir nicht die ganze Stunde Zeit nehmen kannst, bekommst du hier alle Fragen und Antworten im Überblick:

Was sind die Analytics-Zahlen?

Google-Analytics zeigt dir welche Reichweite deine Website hat.
Diese Fragen werden dir von Google-Analytics beantwortet:

  • Wie viele Nutzer*innen besuchen die Seite?
  • Woher kommen diese Nutzer*innen?
  • Wie lange bleiben sie?
  • Was suchen sie bei dir?

Ich bin Kleinunternehmer*in am Anfang meiner Unternehmer-Karriere. Habe ich überhaupt Zahlen?

Ja. Zahlen hat man immer. Man muss einfach beginnen, sich die wichtigen Zahlen zusammenzusuchen und anzuschauen, damit man ein Gefühl für die Arbeit mit den Analytics-Zahlen bekommt.

Um welche Zahlen geht es eigentlich? Google Suchanfragen? Facebook Statistiken? Wo soll ich beginnen wenn ich ganz am Anfang stehe?

Wo du im Laufe der Zeit die größte Reichweite erreichst, ist ein bisschen von dir und deinem Business abhängig, aber starten solltest du immer mit Google-Analytics. Du willst, dass die Leute deine Webseite finden. Und deine Webseite kannst du am besten mit Google-Analytics auswerten.

Wo liegt der Unterschied zwischen Google und Social Media (z.B. Facebook)?

Social Media Plattformen können von einem auf den anderen Tag deine Profile sperren oder den Algorithmus ändern. Wenn das passiert ist auf einmal deine ganze Präsenz im Netz Geschichte. Deine Webseite aber gehört dir. Du kannst darüber bestimmen was dort passiert. Ein guter Blogartikel kann dir über Jahre hinweg Nutzer*innen auf deine Website bringen.

Weiters ist Facebook sehr kurzlebig und funktioniert ganz anders als eine Suchmaschine. Auf Social Media Plattformen geht es hauptsächlich um Vernetzung und Austausch. Ein Post verliert bereits nach kurzer Zeit an Bedeutung und Reichweite. Bei Google hingegen suchen deine Nutzer*innen nach einem bestimmten Thema, kommen dann auf deine Webseite und finden, im allerbesten Fall, bei dir die Antworten zu ihren Fragen.

Aber was ist mit der DSGVO? Sind die Zahlen noch aussagekräftig obwohl viele Nutzer*innen die Cookies – und somit das Tracking – ablehnen?

Du hast weniger Zahlen, diese sind aber weiterhin aussagekräftig. Absolute Zahlen sind ohnehin nicht sehr wichtig. Du willst den Überblick über Verhältnisse und Veränderungen haben und diese Zahlen sind weiterhin mess- und ablesbar. Diese Zahlen verwenden wir, um Strategien abzuleiten.

Natürlich ist es aber unbedingt notwendig, die DSGVO zu beachten und deine Nutzer*innen entsprechend zu informieren.

Sind Zahlen tatsächlich so wichtig? Ich sehe immer wieder, dass Zahlen (z.B. beim Newsletter) nicht zu Kunden werden. Sollten nicht vielmehr die richtigen Leute angesprochen werden?

Genau! Es ist sehr wichtig die richtigen Leute für dein Business zu finden. Wenn du nicht deine Zielgruppe triffst, bringen auch sehr hohe Zahlen nichts. Dazu gibt es auch Indikatoren bei Google-Analytics, die dir sagen, ob du deine Zielgruppe getroffen hast. Zum Beispiel: Wie lange bleiben die Nutzer*innen auf deiner Seite? Wird nur eine Seite besucht oder mehrere? Verweildauer und Interaktion mit der Seite sind wesentliche Indikatoren, um eine Aussage über das Interesse der Nutzer*innen an deinen Inhalten zu treffen.

In welchem Intervall sollte ich mir meine Zahlen anschauen?

Grundsätzlich monatlich. Während eines Launches oder kurz davor und danach kannst du die Zahlen auch wöchentlich kontrollieren, aber im Alltag ist ein monatlicher Vergleich ratsam.

Wichtig ist auch, dass du sinnvolle Zahlen vergleichst. Zum Beispiel wissen wir, dass der Sommer immer etwas schlechter ist als das restliche Jahr, also macht es keinen Sinn den Jänner mit dem Juli zu vergleichen. Vergleiche den Jänner mit dem Jänner und den Juli mit dem Juli. Bei saisonalen Betrieben ist das nochmals wichtiger und sollte unbedingt beachtet werden.

Manchmal habe ich „Dellen“ in meinen Aufrufen. Was kann ich da tun?

Manche Blogartikel ziehen nicht so viele Interessenten an wie andere. „Dellen“ können Aussagen darüber treffen, welche Themen beliebter sind und worin du mehr Zeit investieren kannst.

Markante und plötzliche Unterschiede in den Aufrufen können auch mit Fehlern auf der Seite zu tun haben. Wenn ein Link nicht funktioniert und die Nutzer*innen gar nicht erst auf die Seite kommen, hat man auch keine Aufrufe. Die Zahlen können dir also auch bei der Fehlersuche helfen.

Was sind KPIs?

KPI steht für Key Performance Indicator und beschreibt die Zahlen, die für deine Webseite besonders wichtig und aussagekräftig sind. Es gibt nicht „die“ KPIs, da die damit gemeinten Zahlen für jedes Business andere sein können.

Wie finde ich meine KPIs?

Stelle dir die Frage: Abgesehen vom Kunden gewinnen, welches Ziel verfolgst du?

Welche Indikatoren sind vor dem Kunden gewinnen wichtig?

Allgemein kann man ein paar messbare Werte anschauen: Wie viele Nutzer*innen kommen auf die Seite? Wie viele davon tragen sich für den Newsletter ein? Welchen Weg wählen sie durch die Seite und welche Seiten besuchen sie? Woher kommen die Besucher? Diese Werte können dir zeigen, wo du deinen Schwerpunkt setzen sollest.

Worauf kann ich bei der Setzung meines Schwerpunktes und der Wahl meines Mediums noch achten?

Nicht jedes Medium ist für jedes Business gleichermaßen geeignet. Stelle dir die Frage: Verkaufe ich an Endkund*innen oder Unternehmer*innen? Das eine muss das andere nicht ausschließen, aber man sollte sich bewusst sein, dass man auf manchen Plattformen eher das eine und auf anderen eher das andere findet. LinkedIn ist zum Beispiel eine von Unternehmen hoch frequentierte Plattform, während man über Pinterest erfahrungsgemäß mehr zu Endkund*innen eine Beziehung aufbauen kann. Die Wahl deines Mediums kann auch von deinem Schwerpunkt abhängen.

Es gilt: Die Plattform muss für dich und deine Zielgruppe passen. Wenn eine Plattform nichts bringt, scheue dich nicht davor, dich von ihr zu verabschieden.

Ich poste händisch und dadurch kann es sein, dass ich nicht immer in regelmäßigen Intervallen posten kann. Wie schlimm ist das?

Es gibt Unternehmen, die sich durch zu viele Posts selbst die Reichweite nehmen, weil die Nutzer*innen keine Zeit oder keine Lust mehr haben zu interagieren. Es geht nicht immer darum mehr, mehr, mehr zu posten. Manchmal kann auch weniger oder anders gut sein. Es ist aber eigentlich immer eine gute Idee die Formate und Kategorien zu mischen: Bilder, Videos, Text. Wobei man in Formate, die gut funktionieren mehr Zeit investieren sollte.

„Mach mehr von dem, das gut funktioniert!“

Wenn du jetzt noch mehr aus der Praxis im Umgang mit Google-Analytics erfahren möchtest, kannst du bei Minute 31:48 einsteigen und dir unser Praxis-Beispiel anschauen.

Falls du Fragen hast, dann kommentiere sie gerne und ich werde dir antworten!

Hab‘ einen wunderbaren Tag!
Sara

Wer wurde interviewed?

Karin Cvrtila von TILA DIGITAL berät Einzelunternehmer und kleine Unternehmen zu Analytics und Online-Strategie.

Ihr Analytics-Abo findest du hier.

Über die Autor*in

Sara 

Sara Menzel-Berger ist als Technikelfe für WordPress-Webseiten unterwegs.Wenn sie nicht gerade Kund*innen dabei begleitet durch den Technik-Dschungel zu finden, geht sie gerne wandern, ist begeisterte Teetrinkerin und spielt mit Leidenschaft Assassins Creed.

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