Sara Menzel-Berger

Juni 25, 2021

Dies ist ein Blogbeitrag zur Blogparade von Beatrice Krammer.

Als ich 2013 mein erstes Konzept für meine Selbstständigkeit entwickelte war das in meinem Wohnzimmer. Es sollte ein Kreativkurs für Erwachsene werden, 4 Abende, tolle Menschen, sich einfach kreativ ausleben, Neues erfahren, Spaß haben. Dieses Konzept entwickelte ich neben meiner damaligen Berufstätigkeit als Kindergartenpädagogin. Abends, wochenends, immer dann wenn ich gerade Zeit hatte.

2015 eröffnete ich - nach einigem Ausprobieren in meiner privaten Wohnung - dann mein Atelier, wo ich über zwei Jahre lang solche kreativen Abende zu verschiedensten Themen anbot. Es machte mir sehr viel Spaß, aber es war auch kräftezehrend immer zwischen zwei Jobs hin- und her zu springen.

Parallel zu meinem Atelier ließ ich mir auch eine Webseite bauen, bildete mich fort im Bereich Marketing und befüllte meine erste Facebook-Seite.

2016 fing ich dann an meine Webseite selbst zu gestalten und baute meinen ersten Mitgliederbereich auf. Nächtelang habe ich mir Anleitungen um die Ohren geschlagen, Dinge ausprobiert, meine Webseiten zerschossen, wieder von vorne begonnen, etwas Neues ausprobiert. 

2020 machte ich mich dann voll Selbstständig. Ohne Sicherheitsnetz, ohne doppelten Boden. Das war eine ganz schöne Herausforderung und brachte viele Ängste und Zweifel mit sich. Doch mittlerweile würde ich nicht mehr tauschen wollen. Denn das Zerissen-Sein zwischen zwei Jobs fehlt mir überhaupt nicht. Klar hat es sehr viele Vorteile, wenn man einen Job mit geregeltem Einkommen als Basis hat, aber ich liebe nunmal meine Freiheit mir meinen Rahmen zu gestalten, mit großartigen Menschen zusammenzuarbeiten, die einfach geniale Projekte umsetzen oder mal einen Tag spontan frei zu machen. All das liebe ich an meiner Selbstständigkeit. 

Wer allerdings nicht so freiheitsliebend ist wie ich, für den kann eine Teilzeitselbständigkeit sehr gut passen. Denn sie hat einige Vorteile:

Vorteile der Teilzeitselbstständigkeit

Wenig bis keine Existenzangst

In der Zeit, wo ich neben meinem Job selbstständig war kannte ich das Wort "Existenzangst" nicht. Ich hatte ja ein geregeltes Einkommen und musste mir somit keine Sorgen machen.

Man kann sich ohne Bedenken ausprobieren

Da man nicht komplett abhängig ist von seiner Selbstständigkeit ist es auch sehr viel leichter, dass man einfach mal ausprobiert, was funktioniert und was nicht. In meiner Teilzeitselbstständigkeit war ich sehr viel entspannter, wenn mal etwas daneben ging. Da hatte ich kein Problem damit, wenn mal ein Launch nicht klappte oder ein E-Mail nicht geklickt wurde. All das war sehr viel gemütlicher.

Verschiedene Tätigkeiten

Ich lieeeeeebe Abwechslung. Das ist ein weitere Vorteil der Teilzeitselbstständigkeit, dass man verschiedenste Tätigkeiten ausüben kann und einem so nicht langweilig wird. Man hat sozusagen von jedem Kuchen ein Stück und das kann sehr inspirierend sein.

Aber es gibt eben nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Diese Nachteile haben mich schlussendlich dazu bewogen, dass ich mich voll selbständig machte, was ich bis heute keine Tag bereue 🙂

Nachteile der Teilzeitselbstständigkeit

Ein teures Hobby, aber keine Selbstständigkeit

Wenn man die Teilzeitselbständigkeit immer mit dem Hauptberuf "gegenfinanziert" hat man im Endeffekt ein teures Hobby. Hier spielt für mich vor allem das Mindset eine sehr große Rolle. Als ich noch teilzeit selbständig war, musste ich natürlich mal in einen ganz neuen Kontext einarbeiten und ich machte Finanzpläne und vieles mehr. Aber dadurch, dass ich finanzielle Sicherheit hatte, musste ich nie wirklich krasse Entscheidungen treffen. Es plätscherte so dahin und im Nachhinein kann ich sagen, dass es ein teures Hobby war.

Immer abends, wochenends oder an Feiertagen

Für meine Teilzeitselbstständigkeit habe ich damals immer abends, wochenends oder an Feiertagen gearbeitet. Du kannst dir vorstellen, dass das weder für meine Partnerschaft noch für mein Sozialleben von Vorteil war. Ich bin zwar eine Nachteule, aber dann brauche ich trotzdem meine Ruhephasen. Alles in allem war es mir einfach irgendwann genug, dass ich zu Zeiten gearbeitet habe, wo alle anderen schon frei hatten.

Unflexibel wegen Hauptjob

Mein Hauptjob hatte diverse zeitliche Anforderungen und Dienstpläne. Deshalb konnte ich nie wirklich den Vorteil des Unternehmer*innen-Seins genießen, das ich jetzt habe. Jetzt bestimme ich selbst, wann ich arbeiten möchte, wie viel und wann es auch mal genug ist. Diese Flexibilität hatte ich damals einfach nicht. Und es war der Punkt, der mir am meisten auf die Nerven ging.

Du siehst also, eine Teilzeitselbstständigkeit hat nicht nur Vorteile. Für mich war es einfach der beste Schritt, dass ich mich ganz selbstständig gemacht habe. Aber ohne das Ausprobieren, die Erfahrungen, die Test und all die Irrläufe könnte ich mein Buiness heute nicht so führen wie ich es tue. Deshalb weiß ich diese vergangene Zeit sehr zu schätzen.

Wie ist es bei dir? Bist du hauptberuflich selbstständig oder in Teilzeit? Und was gefällt dir daran?

Herzliche Grüße
Sara

Über die Autor*in

Sara Menzel-Berger

Sara Menzel-Berger ist als Technikelfe für WordPress-Webseiten unterwegs. Wenn sie nicht gerade Kund*innen dabei begleitet durch den Technik-Dschungel zu finden, geht sie gerne wandern, ist begeisterte Teetrinkerin und spielt mit Leidenschaft Assassins Creed.

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