Sara Menzel-Berger

Juli 18, 2021

Das ist ein Beitrag zur Blogparade von Claudia Kauscheder "Zeitmanagement für Membership-AnbieterInnen".

Durch die Einladung von Claudia und einer lieben Teilnehmer*in meiner Fire-Up-Woche kam ich wieder in Berührung mit dem Thema "Membership". Da mich der Gedanke nicht mehr los lies, brachte ich das Thema in meine Mastermind-Gruppe mit und was soll ich sagen - alle waren begeistert von der Idee. Deshalb baute ich in einer Hals-über-Kopf-Aktion eine Landeseite und veröffentlichte sie zwei Tage später. Zuerst für meine Fire-Up-Teilnehmer*innen, danach für meine Newsletter-Leser*innen.

Von der Technik her werde ich diesmal etwas Neues ausprobieren, dazu aber ein anderes mal mehr. In diesem Blogartikel möchte ich dich teilhaben lassen am Entstehungsprozess und dem Überwinden meiner einschränkenden Glaubenssätze. Denn ich brauchte ziemlich lange bis ich den Mut hatte, diesen Versuch zu wagen.

Warum fiel es mir so schwer überhaupt den ersten Schritt zu machen?

Ich schiebe das Thema Membership seit Jahren vor mir her. Und das vor allem, weil ich es mir selbst nicht zugetraut habe. Dahinter stecken wie oben schon angesprochen mehrere Mindfucks und Glaubenssätze. 

Quatschi Nr. 1: Du bist nicht gut genug.

Das ist ein Glaubenssatz der mich schon sehr lange begleitet und den ich gut kenne. Auch im Bezug auf die Membership tauchte dieser Satz wieder an die Oberfläche. Deshalb las ich mir immer wieder die Rückmeldungen der Fire-Up-Woche und meine Kund*innen-Feedbacks durch. Denn es stimmt, dass ich nicht alle Antworten weiß, aber in 80% der Fälle kann ich welche aus dem Ärmel schütteln. Und das ist genug. 

Diesen Glaubenssatz konnte ich also recht schnell beiseite lassen, weil ich schon viel Erfahrung gesammelt habe. Mittlerweile habe ich eben auch Strategien wie ich gut damit umgehen kann.

Quatschi Nr. 2: Das braucht viel zuviel Zeit.

Meine größte Befürchtung war, dass eine Membership viel zuviel Zeit in Anspruch nehmen wird. Deshalb war es mir sehr wichtig auf der Verkaufsseite klar zu stellen, dass nicht nur ich Support leisten werde, sondern vor allem mein Team. Natürlich werde ich die Workshops abhalten und auch in der Facebook-Gruppe unterwegs sein, aber für mich braucht es ein Setting, wo ich trotzdem meine freien Zeiten und Urlaube habe. Denn ich tendiere immer mal wieder dazu in mein Workaholic-Verhalten zurück zu fallen - und das ist weder für mich noch für meine Teilnehmer*innen sinnvoll, weil es die Qualität meiner Betreuung schmälern würde.

24/7 - Support

Weiters hatte ich die Angst, dass ich in einer Membership 24/7 Support machen müsste, wie andere Leute das anbieten. Hier habe ich aber erkannt, dass es wichtig ist mir selbst ein Limit zu setzen und mich nicht mit Mitbewerbern zu vergleichen (die ja ganz andere Dinge in anderer Art und Weise anbieten als ich).

Nicht alle Fragen werden zeitsensitiv sein und wenn jemand wirklich sehr dringend eine Antwort braucht, dann steht noch immer die Möglichkeit offen, dass man einen Feuerwehreinsatz bucht. Falls jemand von mir erwartet, dass ich rund um die Uhr verfügbar bin, dann ist sie nicht meine Kund*in und ist bei einer anderen Dienstleister*in wesentlich besser aufgehoben. Besonders am Wochenende werde ich nicht online sein, weil ich einfach Zeit brauche um meine eigenen Akkus aufzuladen und wieder Energie zu tanken. Ich habe mich also von dem Gedanken verabschiedet, dass ich mir selbst den Druck mache, dass ich immer und rund um die Uhr verfügbar sein muss (auch, wenn mir das überhaupt nicht leicht fällt). 

Welchen zeitlichen Aufwand plane ich für meine Membership ein?

Jetzt am Anfang (Monat 1-3) rechne ich für meine Planung 2-3 Stunden pro Tag ein um die Plattform aufzubauen, Kurse einzurichten und die ganze Infrastruktur auf die Beine zu stellen. 

Sobald die technischen Rahmenbedingungen eingerichtet sind, dann plane ich ca. 1 Stunde pro Tag ein um Fragen in der Gruppe zu beantworten, neue Inhalte zu erstellen oder Workshops abzuhalten. Hier werde ich allerdings in der Praxis sehen und Erfahrung sammeln, wie viel Zeit hier wirklich notwendig ist.

Welche Hürden sehe ich im Bezug auf meine Zeitplanung?

Die Hürde in meiner Zeitplanung bin ich selbst, weil es mir immer wieder passiert, dass ich falsche Prioritäten setze oder mich mit Kleinigkeiten verzettele. Deshalb ist es wichtig, dass ich das große Bild im Auge behalte - also das Ziel, das ich mit meiner Membership erreichen möchte. 

Eine weitere Hürde wird bestimmt, dass ich FB wieder am Handy installieren wollen werde, damit ich "mehr" verfügbar sein kann. Hier ist meine Selbstbeherrschung gefragt 🙂

Welche Strategien lege ich mir für Unvorhersehbares zurecht?

Eine meiner Mastermind-Partner*innen sagt zu Zukunftsszenarien immer den Satz: "Wir überqueren die Brücke, wenn wir dort sind." 
Diesen Satz nehme ich mir auch für meine Membership mit. Natürlich könnte ich mich jetzt darin verstricken, dass ich mir Worst-Case-Szenarien ausdenke, die dann gar nicht eintreffen. Besser fühlt es sich für mich aber gerade an, dass ich es auf mich zukommen lasse und dann in der Situation eine Lösung finde.

Eine Strategie ist natürlich immer, dass ich auftretende Hürden mit meinen Mastermind-Partner*innen bespreche. Sie dürfen mich dann daran erinnern, was mein Ziel ist und warum ich die Membership gestartet habe.

Quatschi Nr. 3: Dazu ist meine Reichweite noch nicht ausreichend.

Ja, das war Quatschi Nr. 3 🙂
Er hat sich mittlerweile in Luft aufgelöst, weil in der ersten Woche gleich 15 Leute meine Membership gebucht haben und mit mir ab August starten werden.

Davor hatte ich allerdings geglaubt, dass meine Newsletter-Liste größer sein müsste, meine Facebook-Gruppe mehr Mitglieder bräuchte und ich insgesamt mehr Reichweite haben muss, damit ich genug Mitglieder für die Membership bekommen kann. 

Dahinter steckte auch meine Angst zu scheitern. Denn in der Vergangenheit habe ich einige Male Angebote auf den Markt geworfen, die dann einfach ignoriert wurden (trotz dessen, dass ich vorher Befragungen machte, was meine Interessent*innen wollen). Ich wollte natürlich nicht, dass das auch dem Technikelfen-Tribe passiert.

Quatschi Nr. 4: Meine Membership wird nicht gebraucht, weil es schon genügend am Markt gibt.

Das war jahrelang mein Gedanke, weil mir nicht bewusst war, dass ich meinen Kund*innen auf eine ganz andere Art und Weise helfe als andere Techniker*innen. Ich habe nicht nur die Fähigkeit technisch-deutsch zu übersetzen, sondern ich frage auch nach dem Ziel. Denn nicht immer ist es hilfreich einfach die naheliegendste Antwort zu geben. Manchmal ist es wesentlich wertvoller für alle Beteiligten, dass man die Absicht hinter der Frage offen legt und so einen ganz anderen (effektiveren, effizienteren) Weg findet.

Das Ergebnis?

Das Ergebnis aus diesen ganzen Überlegungen ist der Technikelfen-Tribe 🙂

Da all diese Bedenken nicht weniger werden und ich eine Meisterin der Worst-Case-Szenarien bin, habe ich mich entschieden auszuprobieren, ob eine Membership mir gefällt. Also bin ich einfach gestartet. Vor allem das Feedback aus der Fire-Up-Woche gab mir den Rückhalt dafür es durchzuziehen und zu machen.

Wenn du gerne mitmachen möchtest, dann kannst du jetzt noch bis 31. Juli als Gründungsmitglied einsteigen: https://technikelfe.com/technikelfen-tribe/

Ich freue mich, wenn ich dich ein Stück deines Technikweges begleiten darf!
Herzliche Grüße
Sara

Über die Autor*in

Sara Menzel-Berger

Sara Menzel-Berger ist als Technikelfe für WordPress-Webseiten unterwegs. Wenn sie nicht gerade Kund*innen dabei begleitet durch den Technik-Dschungel zu finden, geht sie gerne wandern, ist begeisterte Teetrinkerin und spielt mit Leidenschaft Assassins Creed.

Weitere Blogartikel zu ähnlichen Themen

Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt – Das war die Blogparade

Mehr lesen ...
  • Liebe Sara,

    wie großartig, dass du bei der Blogparade dabei bist! Und mein „Lieblings-Quatschi“ ist die Nr. 4 ;-). Denn der verhindert nicht nur viele Memberships, sondern überhaupt viele Business-Ideen. Ich denke alleine nur an „WordPress-Expertin“ – da hättest du eigentlich gar nicht anfangen dürfen …
    Ich freue mich schon sehr auf dein Membership und bin gerne dabei!

    Liebe Grüße
    Claudia

    • Liebe Claudia,

      ja, das hast du völlig recht! Quatschi Nr. 4 verhindert wirklich viel. Deshalb ist es umso besser, dass mir das bewusst geworden ist, dass ich da einen speziellen Bedarf abdecke.
      Ich freue mich soooooo riesig, dass du beim Technikelfen-Tribe dabei bist!

      Herzlichst,
      Sara

  • Liebe Sara,

    ich finde mich (wenn auch in anderen Bereichen) in Deinem Artikel und den Quatschi’s so wieder – viele Dank für Deine Offenheit diesbezüglich.

    Es ist immer wieder spannend für mich, dass sie gerade die Menschen mit dem Thema „Du bist nicht gut genug“ auseinander setzen, die es eigentlich nicht müssen und andere, wo man sich etwas Qualitätsmanagement wünschen würde, vor Selbstüberschätzung nur so strotzen.

    Ich freue mich schon sehr auf den Technikelfen-Tribe. 💚 Du und Dein Team sind es, die dieses Membership besonders machen und das kann kein anderer am Markt bieten. Es lebe der USP!

    Liebe Grüße
    Beatrice

    • Liebe Beatrice,

      danke für deine ermutigenden Worte <3
      Sie tun so gut.

      Ich freu' mich auch schon riesig auf den Tribe! Es ist eine geniale Runde 😀

      Herzlichst,
      Sara

  • Deine Fire-up-Woche war großartig, liebe Sara! Und als du das Angebot zum Technikelfen-Tribe veröffentlicht hast, musste ich nicht mehr lange nachdenken. Schön, dass du alle Quatschis über Bord geworfen hast! Ich freue mich Gründungsmitglied zu sein. 🙂
    Liebe Grüße
    Sandra

    • Liebe Sandra,

      ohhhh ja, ich bin so froh, dass ich mich getraut habe 🙂
      Und so genial, dass du als Gründungsmitglied dabei bist <3

      Herzlichst,
      Sara

  • {"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

    5 Plugins, die Deine WordPress-Webseite 
    unbedingt haben muss

    kostenloser E-Mail-Minikurs
    >